ChatGPT und Co. verändern aktuell grundlegend die Arbeitswelt von Morgen – auch in der PR-Branche! Doch wie können PR-Schaffende Sprachmodelle, Text-zu-Bild KIs und Workflow-IT sinnvoll in ihrer Arbeit einsetzen – und wo stößt künstliche Intelligenz weiter an ihre Grenzen? 
 
Aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) haben sogenannte Large-Language-Models besondere Aufmerksamkeit erhalten. Dazu zählt auch die generative KI ChatGPT, also ein Machine-Learning-Modell zur Verarbeitung natürlicher Sprache. Mithilfe einer einfachen Aufforderung, wie zum Beispiel „Finde 5 Alternativen zu folgender Überschrift“, können Texte schnell optimiert, oder sogar vollständig geschrieben werden. Doch um das beste Ergebnis in der Arbeit mit KI-Programmen zu erzielen, sollten folgende Regeln beachtet werden:

Dos: 

  • Nutze KI, um dich inspirieren zu lassen und Ideen zu generieren. Ein Prompt – und ChatGPT liefert zehn Einsatzmöglichkeiten, 20 Wortkombinationen oder 100 Varianten für Überschriften. Das verhängnisvolle weiße Blatt könnte damit schon bald der Vergangenheit angehören. 
  • Content adaptieren geht mit ChatGPT so einfach wie nie – warum einen bestehenden Text nicht einfach mal in einen Post, ein Interview oder eine News umtexten lassen? Eine gute Basis zum Weiterfeilen liefert das Tool allemal. 
  • Lass dir doch einfach die Fleißarbeit abnehmen: Ob nervige Mails, Sortieraufgaben oder die Zusammenfassung eines 20-seitigen Whitepapers. Mit dem richtigen KI-Tool geht das in Sekunden.   
  • Probieren, probieren, probieren! Die Tools und Möglichkeiten von KI sind vielfältig und die Anwendung war nie einfacher. Wer sich neben ChatGPT auch mit anderen KI-Programmen auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir die Übersicht auf unserem LinkedIn Account. 
     

Don´ts: 

  • Der KI blind vertrauen: ChatGPT ist kein Recherchetool und erfindet sogar ab und zu Quellen – Experten sagen, es “halluziniert”. Daher unbedingt KI-generierte Inhalte nochmal gründlich auf Fakten checken und im Zweifel nachrecherchieren.   
  • Texte komplett von der KI schreiben lassen: So gut KI-generierte Texte auf den ersten Blick scheinen, so blumig, austauschbar und nichtssagend sind sie bei genauerer Betrachtung. Wer richtig gute Texte will, kommt nicht drumherum, nochmal selbst in die Tastatur zu greifen. 
  • Vertrauliche Informationen preisgeben: Eine generative KI wie ChatGPT verwendet Deep Learning, um aus Trainingsdaten zu lernen. Dazu wird auch der gegebene Input genutzt. Vertrauliche Daten in eine KI zu speisen, ist also ein absolutes No-Go! 
  • DSGVO und Urheberrecht vergessen: Laut aktueller Meinung ist ChatGPT ein Werkzeug und kann daher selbst kein Urheberrecht besitzen. Allerdings können KI-generierte Texte urheberrechtlich geschützte Passagen oder auch personenbezogene Daten enthalten. Daher die Inhalte vor Veröffentlichung unbedingt auch nochmal nach rechtlichen Aspekten prüfen! 
  • Cybersicherheit vernachlässigen: Bedenke, jedes genutzte KI-Tool ist ein mögliches Einfalltor für mögliche Hackerangriffe. Bitte unbedingt gängige Sicherheitsregeln beachten.  
     

Fazit: Ein kritischer Blick auf die KI-generierten Werke sowie die Fähigkeit, einen ergebnisstarken Prompt zu verfassen, gehören zukünftig zu den Kernkompetenzen beim Einsatz von KI! Denn, so verblüffend KI-Tools auf den ersten Blick auch sein mögen, sie sind nur so gut, wie die vom Menschen gestellte Aufgabe und das Fehlerpotenzial ist (noch) riesig. Und gerade deshalb ist es jetzt an der Zeit sich glaubhaft mit dem Thema zu beschäftigen, denn der Einsatz von KI hat das Potenzial, unsere Arbeitswelt nachhaltig zu verändern.