Haben Sie schon über die Entwürfe für die neuen €uro-Noten abgestimmt? Bis zum 22. September gibt die Europäische Zentralbank die Möglichkeit, die persönliche Präferenz zu den verschiedenen Design-Vorschlägen abzugeben. Zwei grobe Richtungen stehen fest: „Europäische Kultur“ oder „Flüsse und Vögel“. Warum der EZB bei der Konzeption von letzterem ein grober Fehler unterlaufen ist, erläutert unser Frankfurter-Kollege mit viel Augenzwinkern in folgendem Blog-Beitrag. 

In Zukunft könnten fünf Vogelarten die neuen €uro-Noten zieren, jeweils in Kombination mit einer Institution der europäischen Union. So zumindest eine der beiden Ideen, die die Europäische Zentralbank (EZB) aktuell in einer Abstimmung zur Wahl stellt. Als Motive sollen die Federtiere maximale politische Neutralität garantieren und die gemeinsame Natur sowie biologische Vielfalt über Landesgrenzen hinweg betonen. Wobei sich die Tiere ja auch hervorragend als Sinnbild für die schrägen Vögeln interpretieren lassen, die die politische Landschaft der Europäischen Währungsunion regelmäßig zu bieten hat – lagerunabhängig versteht sich.

Soweit so gut. Dennoch ist der EZB bei der Auswahl der Tiere offensichtlich ein ausgesprochener Fauxpas unterlaufen, denn ein wichtiger Vertreter aus der Familie der Fliegenschnäpper fehlt: Erithacus Rubecula; auch bekannt als das gemeine Rotkehlchen. Und wir sagen das nicht nur, weil wir als redRobinPR natürlich eine gewisse Präferenz haben – da sind wir absolut neutral. Vielmehr gibt es zahlreiche Gründe, die für das putzige Tierchen sprechen.

Ein Vogel mit perfekten Eigenschaften für den €uro
Mit einer Population von 133 Millionen ist das Rotkehlchen eine der häufigsten Vogelarten in Europa. Und auch sinnbildlich taugen die Vögelchen mit der roten Brust durchaus: So sind sie äußerst robust und bleiben auch in harten Zeiten (beispielsweise im Winter) vor Ort – eine Krisenresistenz, die ja durchaus auch für eine Währung wünschenswert wäre. Zudem zeichnen sich Rotkehlchen durch ein ganz besonderes Talent aus: Sie können nämlich artenübergreifende mit vielen anderen Vögeln kommunizieren. Eine Fähigkeit, die nicht nur für eine Kommunikationsagentur Relevanz hat, sondern auch für einen Währungsraum, der 21 Mitgliedstaaten mit 19 verschiedene Amtssprachen verbindet.

Wir fürchten, die Design-Kommision der EZB kommt um eine Anpassung nicht herum. Wie wäre es beispielsweise als Ersatz für den Bienenfresser auf dem 20-€uro-Schein, mit dem EZB-Turm in Frankfurt auf der Rückseite? Unser Schülerpraktikant Chaty hat schonmal skizziert, wie das aussehen könnte. Wir finden, optisch kann sich das sehen lassen. Änderungsantrag ist auf jeden Fall raus ...

Haben Sie bereits Ihre Meinung zu den Entwürfen für die neuen €uro-Noten abgegeben? Bis zum 22. September haben Sie noch Gelegenheit. Hier der Link zur Seite der EZB.